2017 Test Winterson Sports/Ultra-Trail
Ultra-Trail-Belt für CaniX und Skijöring
Bewertungsbogen
Sportliche Optik gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Gewicht gefällt mir O Ø O O O gefällt mir nicht
Farben gefällt mir O O Ø O O gefällt mir nicht
Material gefällt mir O Ø O O O gefällt mir nicht
Schnelle Gurteinstellungen gefällt mir O Ø O O O gefällt mir nicht
Anpassung an Körperform gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Tragekomfort bis 20km gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Tragekomfort bis 40km gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Tragekomfort bis 60km gefällt mir O O O O O gefällt mir nicht
Tragekomfort über 60km gefällt mir O O O O O gefällt mir nicht
Reinigung gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Funktionalität gefällt mir O Ø O O O gefällt mir nicht
Zugdruckpunkt gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Sicherer Sitz gefällt mir Ø O O O O gefällt mir nicht
Verhältnis Preis/Leistung gefällt mir O O Ø O O gefällt mir nicht
Stand 02/2018 61,00 Euro
Informationen
Judith Krethen / Fachabteilung Dogtrekking
Ich habe den „Ultra Trail“-Gurt im Zeitraum von 3 Monaten zu Testzwecken zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Husky-Mix-Hündin und ich trainieren aktuell für den Edersee-Doghike, welcher am 12./13.05.2018 stattfinden wird und bei dem es einmal den gesamten Urwaldsteig Edersee mit einer Gesamtstrecke von 68km zu bewältigen gilt. Wir versuchen, jede Woche um die 40km joggend und wandernd zu sammeln. Der „Ultra Trail“-Gurt hat uns dabei bereits auf einer 40km-Wanderung und mehreren Wanderungen zwischen 20 und 30km begleitet. Zudem habe ich den Gurt aus Neugier einmal bei einer Canicross-Trainingseinheit verwendet, auch wenn er offiziell nicht für den Sprintbereich des Zughundesports konzipiert wurde.
Der Gurt ist meinem Eindruck nach gut verarbeitet, das verwendete Material ist stabil, aber zugleich nicht zu starr und passt sich gut an meine Körperform an. Beim Anpassen der Gurte habe ich die Unterstützung einer zweiten Person benötigt, um alles passgenau direkt am Körper einstellen zu können. Ist der Gurt einmal individuell eingestellt, verrutscht nichts mehr – es lohnt sich also, für das erste Anpassen etwas Zeit und Geduld zu investieren. Ich habe den Gurt auf 80% der Touren über einer Lauftight getragen, da ich mich darin gut bewegen und problemlos auch mal zwischendurch joggen kann, wenn Gelände und Laune stimmen. Bei den restlichen 20% der Testwanderungen trug ich den Gurt über einer Softshellhose. Insgesamt habe ich kein einziges Mal Wunden oder Druckstellen auf meiner Haut vom „Ultra Trail“-Gurt davongetragen. Mit meinem Canicross-Gurt von NonStop Dogwear, den ich üblicherweise beim Wandern trage, ist es dagegen beim Tragen der besagten Softshellhose schon mal zu kleinen, aufgescheuerten Wunden an den Seiten meiner Hüfte gekommen. Seitdem trage ich den NonStop Dogwear Running Belt nur noch mit Lauftights. Bei beiden Gurtmodellen lassen sich dagegen schon nach kurzer Nutzungsdauer Scheuerstellen auf dem Funktionsmaterial der Lauftights erkennen. Aus diesem Grund verwende ich auf meinen Wanderungen nur alte oder günstige Sporthosen, bei denen es mich nicht so stört, wenn sie nach einiger Zeit raue Stellen und Pilling aufweisen. Diese Abnutzungsspuren lassen sich wohl einfach nicht vermeiden – aber hey, es ist ja nunmal auch Sport und kein Schaulauf. ;-)
Das kleine Manko an dem ansonsten durchaus positiv zu bewertenden „Ultra Trail“-Gurt stellt die Tasche dar. Sie hat eine prima Größe (auch ein größeres Smartphone passt rein), einen gut schließenden Reißverschluss und sitzt auch beim Joggen ruhig über dem Lendenbereich. Jedoch verliert diese praktische Tasche für mich dadurch ihren Nutzen, dass sie auf dem Rücken platziert ist – sie ist dort weder in Bewegung noch bei Pausen gut zugänglich, es sei denn man zieht den Gurt komplett aus oder bittet eine zweite Person darum, das benötigte Utensil xy aus der Tasche zu holen. Da ich sehr häufig alleine unterwegs bin, fällt die letztere Option meist weg. Und den Gurt für jede Nutzung der Tasche auszuziehen… ich gestehe, das ist mir zu umständlich. Bleibt noch die Variante, blind hinter meinem Rücken nach dem Reißverschluss zu suchen und nach den Ersatzbatterien für´s Navi o.ä. zu porkeln… üblicherweise fällt dann gleichzeitig der Autoschlüssel aus dem geöffneten Reißverschluss heraus, prompt auf die Wiese wo man sein Fallen nicht hört und sein Verschwinden wird erst bei der Wiederankunft am Auto offenbar... Nun könnte man sagen, gut, ich lasse die Tasche einfach unbenutzt ihr Taschendasein führen. Aber! Ganz besonders ungünstig korreliert das kleine Täschchen dann auch noch mit meinem Daypack, den ich auf den allermeisten Wanderungen mit mir trage, um mindestens ein kleines Erste-Hilfe-Set und Wasser für Hund und mich an der Frau zu haben. Der untere Teil des Rucksacks verdeckt die Tasche nämlich so weit, dass sich der Reißverschluss nun gar nicht mehr ohne Zeter und Mordio öffnen lässt.
Ich möchte also an dieser Stelle das Konzeptionsteam dazu ermuntern, die Reißverschlusstasche unbedingt als sinnvolles Accessoire am Gurt zu belassen – jedoch ein Versetzen der Tasche in den vorderen Bereich des Körpers in Betracht zu ziehen, wo ich mit meinen Händen und Augen problemlos Zugriff und Einblick habe. Das wäre richtig super. Positiv überrascht hat mich wiederum, dass der „Ultra Trail“-Gurt sich auch bei Canicross-Intervallen auf Zug bewähren konnte. Durch die etwas dickere Mesh-Polsterung hatte ich erwartet, dass der Gurt weitgreifende Bewegungen womöglich einschränkt – dem war aber nicht so.
Mein subjektives Fazit: Ich mag den „Ultra Trail“-Gurt durchaus gern und empfinde ihn für meinen persönlichen Einsatzbereich als solide Alternative zum Nonstop Dogwear Running Belt.




